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| Widerstand und Opposition in der DDR | ||||
| Protest gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns | ||||
| Die Reglementierung des Denkens sorgt für ständige Konflikte zwischen der politischen Führung und den Intellektuellen. Doch im Unterschied zu anderen kommunistischen Staaten verharren große Teile der DDR-Intelligenz lange in Loyalität mit der Macht. 1976 wird dem Liedermacher Wolf Biermann die Rückkehr von einem Konzert in Köln verboten. Das Politbüro der SED hat ihn ausgebürgert – eine Anleihe aus dem Arsenal nationalsozialistischer Sanktionen. Noch am selben Tage fordern angesehene Künstler die SED-Führung öffentlich auf, die Ausbürgerung zurückzunehmen. Der Protestresolution schließen sich insgesamt mehr als hundert prominente Intellektuelle an. Durch geschickt abgestufte Sanktionen gelingt es dem Regime, eine weitergehende Solidarisierung mit den Trägern des Protestes zu verhindern. Der Riss zwischen den kreativsten Köpfen und der SED aber wächst nie wieder zu. Für viele jüngere Menschen sind alle Illusionen über das Regime verflogen. Es beginnt die Suche nach wirkungsvollen Wegen der Opposition. | ||||
| Wolf Biermann Proteste von DDR-Künstlern gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns Sarah Kirsch Jürgen Fuchs |
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geändert am: Freitag, 19. Januar 2007 © 2003 Gedenkstätte Deutscher Widerstand |