Gegen Diktatur - Demokratischer Widerstand in Deutschland

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Widerstand und Opposition in der DDR
  Anfänge oppositioneller Organisationen in Jena
  Anfang der siebziger Jahre entsteht in Jena aus Literaturzirkeln von Lehrlingen und Studenten sowie der Jungen Gemeinde ein Kreis Oppositioneller. Sie organisieren literarische Veranstaltungen, auf denen kritische Texte und Lieder vorgetragen werden und knüpfen Verbindungen zu den bekannten Dissidenten Robert Havemann und Wolf Biermann. 1976 versuchen sie, auf der Straße Unterschriften gegen die Ausbürgerung Biermanns zu sammeln. Sofort einsetzende Verhaftungen beenden das mutige Unterfangen. Einige werden aus der Haft zur Ausreise in den Westen gezwungen. Die Jenaer Opposition ist häufig Schikanen und Festnahmen der Staatssicherheit ausgesetzt. Dennoch gelingt es immer wieder, neue Menschen einzubeziehen und öffentlich wirksame Aktionen durchzuführen. Von Jena gehen über Jahre hinweg wichtige Impulse auf Oppositionsgruppen im Land aus.

Treffen in Roland Jahns Wohnung (v.l.n.r. Marion Aschenbach, unbekannt, Roland Jahn, Gudrun Zöllner, Rinaldo Heinz, Christine Sturhann, Uwe Arsand, Christine Hildebrandt, Bodo Sturhann, unbekannt, Sabine Weinz) 
Jena, 1975


Matthias Domaschk
Roland Jahn
Offene Arbeit

geändert am: Dienstag, 5. Februar 2013     © 2013 Gedenkstätte Deutscher Widerstand