Gegen Diktatur - Demokratischer Widerstand in Deutschland

Home
Themen
Ausstellung
Impressum

Widerstand und Opposition in der DDR
  Widerstand gegen den Nationalsozialismus
  Der Kampf gegen die NSDAP und ihre menschenverachtende Ideologie wird in den letzten Jahren der Weimarer Republik vor allem aus den Reihen der Arbeiterbewegung geführt. Menschen unterschiedlicher sozialer Herkunft und weltanschaulicher Orientierung wehren sich gegen die drohende Diktatur. Nach der nationalsozialistischen Machtübernahme im Januar 1933 werden sie mit Folter und Mord, Gefängnis und Konzentrationslager bedroht.
Oppositionelles Verhalten und Widerstand gegen den Nationalsozialismus sind daher immer die Haltung einer Minderheit und decken ein breites Verhaltensspektrum ab. Dies reicht vom passiven Widerstand und der Verweigerung über die innere Emigration, den ideologischen Gegensatz und die bewusste Nonkonformität bis zum Protest, zur offenen Ablehnung, zur Konspiration und schließlich zum Umsturzversuch. Dieser muss sich sowohl auf die gedankliche Vorbereitung der Neuordnung nach dem Ende des NS-Staates konzentrieren als auch versuchen, aktiv den Umsturz des Regimes vorzubereiten und durchzuführen. Auch aus dem Exil heraus versuchen Oppositionelle, das Regime zu bekämpfen.
Der Widerstand gegen den Nationalsozialismus setzt Unabhängigkeit des Denkens voraus. Alle Formen des Widerstands sind mit hohem Risiko verbunden: Der regimekritische Witz oder das aufklärende Flugblatt sind in den Augen der Nationalsozialisten ebenso wie die Denkschrift über die Neuordnung oder die militärische Umsturzplanung Verbrechen, die mit der Todesstrafe bedroht sind.
Die Befreiung Deutschlands von der nationalsozialistischen Diktatur gelingt jedoch nicht aus eigener Kraft, sondern erst durch den militärischen Sieg der alliierten Armeen im Mai 1945.

Nur wenige Menschen verweigern 1936 beim Stapellauf des Schulschiffes



geändert am: Dienstag, 5. Februar 2013     © 2013 Gedenkstätte Deutscher Widerstand