Gegen Diktatur - Demokratischer Widerstand in Deutschland

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Widerstand und Opposition in der DDR
Hilfen für Verfolgte
  Ella und Inge Deutschkron
   
  Inge Deutschkron wird 1922 in Finsterwalde geboren und wächst in der Familie eines sozialdemokratischen Berliner Studienrates auf. Das Novemberpogrom 1938 lässt die Familie erkennen, wie sehr die Juden bedroht sind.1939 muss Inge Deutschkron mit der mittleren Reife die Schule verlassen. Ihr Vater Martin Deutschkron erhält ein britisches Einreisevisum, muss seine Familie jedoch allein zurücklassen. Inge Deutschkron wird nach einigen Schwierigkeiten Mitarbeiterin der Blindenwerkstatt von Otto Weidt in der Rosenthaler Straße 39 in Berlin Mitte, in der Besen und Bürsten hergestellt werden. Hier bleibt sie bis zum 15. Februar 1943. Unter dem falschen Namen Inge Richter arbeitet sie bis Herbst 1944 in der Leihbücherei ihrer Bekannten Grete Sommer. Ihre Mutter Ella Deutschkron erhält durch Vermittlung von Otto Weidt im Sommer 1943 unter dem falschen Namen Ella Richter Arbeit in der Druckerei von Theodor Görner in der Rosenthaler Straße 26 in Berlin-Mitte, wo sie bis zu dessen Verhaftung am 14. Juli 1944 bleibt. Im Herbst 1944, bereits in Potsdam wohnend, arbeitet ihre Tochter Inge im Antiquariat König in der Berliner Straße in Berlin-Neukölln, während Ella Deutschkron in Berlin verbliebene Kinder von SS Männern unterrichtet. Gegen Kriegsende schlüpfen Ella und Inge Deutschkron in die Rolle der Flüchtlinge "Ella und Inge Richter" und erklären den Behörden, ihren Ausweis und ihre Lebensmittelkarten verloren zu haben. Auf diese Weise können sie überleben und zu Martin Deutschkron nach England auswandern.  

Ella und Inge Deutschkron
Berlin 1939

Inge Deutschkron

Kennkarte für Inge Deutschkron
mit diskriminierendem

Gefälschter Werksausweis für Inge Deutschkron

Polizeiliche Anmeldung für Inge und Ella Deutschkron unter dem falschen Namen Richter
Berlin, 21. Februar 1945

Arbeitsbuch für Inge Deutschkron mit Einträgen von Otto Weidt
Berlin, 1940–1945



geändert am: Dienstag, 5. Februar 2013     © 2013 Gedenkstätte Deutscher Widerstand