Gegen Diktatur - Demokratischer Widerstand in Deutschland

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Widerstand und Opposition in der DDR
Die Rote Kapelle
  Maria Terwiel
   
  Die gläubige Katholikin Maria Terwiel (1910–1943) wird in Boppard am Rhein geboren. Sie besucht das Gymnasium in Stettin, wo ihr Vater als Vizepräsident beim Oberpräsidium der Provinz Pommern arbeitet. Nach dem Abitur 1931 studiert Maria Terwiel in Freiburg und München Jura. In Freiburg lernt sie ihren späteren Verlobten Helmut Himpel kennen. Da sie als "Halbjüdin" keine Aussicht auf eine Referendarstelle hat, bricht sie ihr Studium ab und kehrt zu ihrer Familie zurück, die inzwischen in Berlin wohnt. Ihren Lebensunterhalt verdient sie als Sekretärin in einem deutsch-schweizerischen Textilunternehmen.
Maria Terwiel und Helmut Himpel unterstützen jüdische Mitbürger, indem sie ihnen Lebensmittelkarten und Personalpapiere beschaffen. Sie lernen Harro Schulze-Boysen und John Graudenz kennen und beteiligen sich an den Aktionen der Widerstandsgruppe um Schulze-Boysen. Maria Terwiel vervielfältigt auf ihrer Schreibmaschine mehrere Flugschriften, darunter im Januar 1942 die AGIS-Flugschrift "Die Sorge um Deutschlands Zukunft geht durch das Volk" und sie beteiligt sich mit Fritz Thiel an der Zettelklebeaktion vom 17./18. August 1942 gegen die nationalsozialistische Propagandaausstellung "Das Sowjetparadies".
Maria Terwiel wird am 17. September 1942 verhaftet, am 26. Januar 1943 vom Reichskriegsgericht zum Tode verurteilt und am 5. August 1943 in Berlin-Plötzensee ermordet.
 

Maria Terwiel

Marie Terwiel und Helmut Himpel am Schwarzen Meer 1938

Maria Terwiel beim Klavierspiel

Anordnung der Vollstreckung des Todesurteils gegen Maria Terwiel und andere Angehörige der Roten Kapelle
Berlin, 4. August 1943
Die Hinrichtungen erfolgen am 5. August 1943 in Berlin-Plötzensee



geändert am: Dienstag, 5. Februar 2013     © 2013 Gedenkstätte Deutscher Widerstand